16.04.2014

Martin Schön

Welches Fitness - Getränk ist das Richtige?

Martin Schön

Welches Fitness - Getränk ist das Richtige?

02.03.2012

Um fit und schlank zu sein, ist ein gewisses Fitnesstraining unvermeidlich. Sport lässt unsere Pfunde schmelzen und hilft uns dabei, gut aussehende Muskelmasse aufzubauen. Doch nicht nur die Auswahl der favorisierten Sportart kann eine knifflige Aufgabe werden, denn je höher die eigenen Ziele gesteckt werden, desto komplexer wird das gesamte Fitnessfeld.

Wenn man sich im Kreis des Bodybuildings bewegt, bekommt man schon einen Eindruck, inwiefern eine anständige Ernährung wichtig für die eigene Wunschfigur ist. Allerdings sollte man sich nicht auf die bloßen Zahlenspiele verlassen, die oft von Mund zu Mund weitergetragen werden. Ob nun die Verteilung von Training und Ernährung in Puncto Wichtigkeit ins Verhältnis 30:70, 50:50 oder 80:20 gesetzt wird - Fakt bleibt dabei die Schlussfolge, dass es ohne eine passende Ernährung nicht geht. Obwohl Ernährung ein weiteres Feld ist und die unterschiedlichen Ernährungsformen bereits mehr oder weniger gute Vorbilder darstellen, ist unsere Fragestellung diesmal viel liquiderer Natur: Was sollten wir trinken?

Die Problematik des Themas wird einem erst dann so richtig bewusst, wenn man vor den endlosen Regalen im Supermarkt steht. Reihenweise werden Getränke in den unterschiedlichsten Sorten angeboten. Für quasi jeden Geschmack wird etwas bereitgestellt und doch sind die Unterschiede auf ernährungsphysiologischer Weise gar nicht so stark, wie man annehmen mag. Es ist zwar klar, dass sich die meisten Getränke über den Geschmack differenzieren, jedoch sind die Inhaltsstoffe in der Regel ähnlich. Damit wir uns aber nicht zu sehr in den Details verlieren, werden wir eine kurze Kategorisierung vornehmen, um die Auswahl ein wenig zu vereinfachen.

Die Zuckerhaltigen

Am Schwierigsten ist es an der großen Masse von Zuckergetränken vorbeizukommen. Zumeist bestehen sie aus Wasser und einer Menge an Zusätzen. Als Markenware und zum Discounterpreis sind diese Produkte überall erhältlich. Je nach Zielgruppe werden sie bei den Zusätzen angepasst und verkaufen sich hervorragend als modische Getränke, isotonische Muntermacher oder auch als Energydrinks. Besonders beliebt ist diese Art von Getränk auch bei Partys, wo sie zusätzlich mit dem Fitnessvernichter Alkohol vermengt werden.

Obwohl uns die Aromastoffe eine Fülle an Einzigartigkeit versprechen, basieren fast alle Getränke auf einem Rohstoff: Zucker. Auch wenn Zucker nicht immer auf der Zutatenliste zu finden ist, kann er sich auch in einer verschlüsselten Form im Getränk befinden, denn ob der Index die Bezeichnungen Zucker, Glukose, Fruktose, Maltose, Invertzucker, Milchzucker, Traubenzucker oder eine Mischform mit dem Wort Sirup trägt, bleibt für den Körper uninteressant.

Handelt es sich um einen gewöhnlichen ein- oder zweiwertigen Zucker, wird er vom Körper schnell in Glukose oder Galaktose umgebaut und verrichtet die gleiche Wirkung. Die genaue Verwertung und Funktion von Zucker möchte ich hierbei einmal außer acht lassen und verweise ganz einfach darauf, dass wir unserem Körper unnötige Energie zuführen, die obendrein keine wichtigen Mikronährstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe liefert (man spricht hier von „leeren Kalorien“).

Welches Fitness - Getränk ist das Richtige?

Die Fruchtsäfte

Neben den zuckerhaltigen Getränken sind auch Fruchtsäfte sehr beliebt. Sie bedürfen oft keines zusätzlichen Zuckers, denn diesen enthalten sie von Natur aus. Fruchtsäfte sind in der Regel mit acht bis 16 Gramm Kohlenhydrate auf 100ml versehen. Dies entspricht umgerechnet bereits 36-72 Kalorien. Da wird meistens viel mehr als nur 100ml in ein Glas bekommen, und so endet auch dieses Szenario in einer enormen Energielieferung.

Auf der anderen Seite können wir aber noch die Vitamine und Mineralstoffe anmerken, die in den Säften enthalten sind. Zwar gehen bei den Fruchtsaftkonzentraten eine Menge der wichtigen Vitamine verloren, dafür sind Mineralstoffe dem günstigeren Transportverfahren kaum Gefahren ausgesetzt. Um hier eine Balance zu finden und mehr Flüssigkeit bei weniger Zucker zuzuführen, empfiehlt es sich, das Getränk mit Wasser zu mischen.

Das Wasser

Praktisch frei von Kalorien ist unser dritter Kandidat. Wasser ist in Deutschland trotz der zahlreichen Angebote immer noch recht beliebt und das zu Recht. In den westlichen Ländern bekommen wir Trinkwasserqualität aus jedem Wasserhahn. Dennoch greifen viele Deutsche auf die mineralreichere Form zurück. Mineralwasser enthält mehr Mikronährstoffe und gibt dem Körper viele Stoffe zurück, die er auch beim Sport bzw. beim Schwitzen verliert.

Besonders interessant ist dieses Getränk, da es keine überflüssige Energie liefert. Wasser kann also praktisch immer und überall getrunken werden; schlechtes Gewissen ausgeschlossen. Allerdings sei auch hier eine Kleinigkeit angemerkt. Trink- und Mineralwasser sind auch nicht uneingeschränkt zu empfehlen, denn trotz der hohen Qualität sind nicht alle Wassersorten unbelastet. Studien haben aufgedeckt, dass einige Sorten mit einer hohen Uranbelastung zu kämpfen haben. Derzeit gibt es für Mineralwasser keine genauen Grenzwerte. Lediglich Mineralwasser, welches für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, kann mit einem Maximalwert von 2 Mikrogramm je Liter punkten. Für das Leitungswasser hingegen gibt es derzeit nur eine Richtlinie von 10 Mikrogramm. Einige Organisationen fordern hier viel härtere Grenzen.

Der Mineralische

Wem das Wasser allerdings nicht so gut schmeckt wie die vorherigen Getränke, dem kann ich allerdings noch eine weitere Alternative vorstellen. Nicht nur, dass das Wasser mit Geschmack gefüllt werden kann, so ist es sogar möglich, noch zusätzliche Mineralstoffe in das Getränk zu schleusen.

Tee gilt in weiten Teilen der Welt nicht nur als nationales Kultgetränk, sondern wird auch abhängig von der Pflanze gegen viele Arten von Krankheiten eingesetzt. Neben den bekannten Kräutertees aus der Apotheke gibt es noch weitaus mehr Varianten, die den täglichen Flüssigkeitsbedarf decken können. Ob es nun ein starker schwarzer Tee, ein traditionell grüner oder doch lieber ein süß-säuerlicher Früchtetee ist, keiner der aufgezählten Varianten enthält Kalorien in bedeutendem Umfang.

Besonders interessant sind einige Teesorten, da sie nicht nur warm, sondern auch kalt getrunken werden können. Zudem liefern sie zu der Vielseitigkeit noch eine Handvoll Mineralstoffe, ätherische Öle und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Tee kann daher wie Wasser zu jeder Zeit getrunken werden und liefert dem Körper einen gewissen Mehrwert.

Fazit: Mit Wasser und Tee gibt es optimale Produkte, die unabhängig von Trainingsziel und Tageszeit getrunken werden können. Dennoch sollte man Fruchtsäfte nicht außer acht lassen. Morgens und nach dem Training sind die Kohlenhydratspeicher (fast) leer und wollen aufgefüllt werden. Hier bietet sich der Fruchtsaft ebenfalls an, da hier die Energie nützlich verwertet werden kann. Andere zuckerhaltige Getränke eignen sich für sportliche Menschen kaum bis gar nicht. Grundsätzlich kann auf diese Produkte verzichtet werden und selbst wenn man nicht darauf verzichten will, sollte man diese Getränke nur zu Feierlichkeiten oder im sehr reduzierten Umfang zu sich nehmen.

Martin Schön von Fettfeinde

www.fettfein.de
 

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