23.10.2014

Malte Tückmantel

Geocaching – Satellitengesteuerte Schnitzeljagd

Malte Tückmantel

Geocaching – Satellitengesteuerte Schnitzeljagd

31.08.2011

Wer als Kind schon gern auf Schnitzeljagd ging, wird die moderne Trendsportart Geocaching lieben! Beim Geocaching sind die „Schnitzel“ weltweit verteilt und ihre Standorte im Internet nachzulesen. Über 1,2 Millionen davon allein auf der größten Geocaching Datenbank www.geocaching.com. Möglich ist das Ganze durch die moderne Satellitentechnik Global Positioning System (GPS) und eine begeisterte Fangemeinschaft. Die wächst stetig weiter und bringt regelmäßig neue verblüffende Verstecke und Rätsel hervor, die das Geocaching zu einem der aufregendsten Sport-Trends überhaupt machen.

Die moderne Schnitzeljagd Geocaching basiert auf neuester Satelliten- und Internet-Technologie. Mit einem Blick auf eine Geocaching-Datenbank sucht man sich online ein Cache aus und gibt dessen Koordinaten in ein GPS-fähiges Gerät ein – Das ist schon beinahe alles, was ein Geocacher braucht, um auf Schatzsuche zu gehen.
Als mögliches Gerät bieten sich GPS-Empfänger, PDAs oder Smart Phones an. Die Koordinaten sehen beispielsweise so aus: 45° 17′ 28″ N, 122° 24′ 48″ W und stellen einen bestimmten Ort auf der Weltkarte dar – in diesem Beispiel den Ort des allerersten Geocaches in der Nähe von Portland, USA.

Wer zum Beispiel dieses Versteck aufsuchen möchte, begibt sich auf eine Art Pilgerreise, denn die oben genannten Koordinaten führen Geocacher an den Ort wo Dave Ulmer im Jahre 2000 die Bewegung des Geocaching begründete. In einem schwarzen Plastikeimer versteckte er CDs, eine Videokassette, Geldscheine und einige weitere Gegenstände und veröffentlichte die Koordinaten im Internet.

Geocaching ist eine Ehre!

Über die weltweite Datenbank geocaching.com wurden seitdem Millionen weiterer Verstecke durch und für die Community veröffentlicht. Die USA birgt die meisten versteckten Schätze mit über 500.000. Doch auch die Geocaching Community in Deutschland ist sehr aktiv: Hierzulande kann man über 152.000 Schätze finden – knapp 30.000 davon allein in Nord-Rhein-Westfalen!

Allerdings bedeutet Schätze finden beim Geocaching nicht, dass man den Inhalt mitnimmt und sich bereichert. Die Geocaching Community hat natürlich einen Ehrenkodex, der ausformulierte Regeln und Verhaltensweisen beinhaltet.
So lautet das Motto des Geocachings „Trade up, trade equal or don’t trade!“. Das bedeutet, wer einen Schatz gefunden hat, kann sich einen der Gegenstände aus dem Cache nehmen, wenn er einen mindestens gleichwertigen Gegenstand im Tausch dafür zurücklässt. Einen weniger wertvollen Gegenstand zu hinterlassen, wird als „downtrading“ bezeichnet und ist in der Geocaching Gemeinde verpönt.

Geocaching der Extraklasse

Nachgehalten wird das Ganze anhand eines Logbuches, das sich entweder direkt im Geocache befindet oder im Internet geführt wird. Darin trägt jeder Geocacher ein, was er wofür getauscht hat.
Es haben sich jedoch über die Jahre verschiedene Arten von Caches herausgebildet und nicht alle dienen einem Tauschgeschäft. Schon die Größe macht einen Tausch manchmal unmöglich, wie bei den Nano-Caches, den kleinsten der Verstecke.
Weitere Klassen sind Micro, Mini, Small, Regular und Large. In Letzteren werden oft außergewöhnliche Gegenstände versteckt.

Ein weiteres Prinzip der Unterscheidung ist der Schwierigkeitsgrad des zu erreichenden Caches. So geben sich manche Verstecker mit den Orten für ihre Schätze so viel Mühe, dass diese nur durch größte Anstrengungen zu erreichen oder überhaupt zu entdecken sind.
Versteck-Varianten sind Traditional Caches, einfache Verstecke bei denen die Koordinaten angegeben sind. Der Geocacher kann die Position über sein Gerät lokalisieren und direkt erreichen.
Bei Multi Caches geht die moderne Schnitzeljagd über mehrere Etappen. An jedem Ort befinden sich hierbei Hinweise auf den letztendlichen Zielort.
Ähnlich verhält es sich mit Rätsel oder Mystery Caches. Hier stehen teilweise umfangreiche Recherchearbeiten oder knifflige Rätsel vor der eigentlichen Suche.

Je schwerer die Rätsel, desto höher der Schwierigkeitsgrad. Doch auch der Ort an sich kann die besondere Schwierigkeit in sich bergen. Für manche Geocacher muss der Schatzsucher spezielle Ausrüstung mit sich führen, weil die Verstecke auf Berggipfeln oder tief unter Wasser liegen.
Beim Geocaching Einfluss auf die Natur zu nehmen ist übrigens nicht gern gesehen. Es ist erlaubt, die Gegenstände unter Laub oder Ästen zu verstecken, nicht aber sie in der Erde zu vergraben. Auch an Bäume gehängt, in Höhlen oder getarnt mit Armee-Camouflage sind adäquate Varianten.

Jetzt Geocacher werden

Wer beim Geocaching mitmachen will, braucht also nichts weiter als Koordinaten und ein GPS-Gerät. Jedenfalls, für die Schatzsuche in der Nachbarschaft.
Wer die großen Schätze der Welt entdecken will, kann sich aber auch auf echte Abenteuerreisen in ferne Lande begeben, denn Geocaching ist ein globaler Adventure-Trend, der keine Grenzen kennt. Schnell kann die Schatzsuche zum zeit- und geldaufwändigen Vergnügen werden, wenn man auf einem anderen Kontinenten diverse Rätsel lösen muss. Doch genau darauf kommt es ja letztendlich auch an, wenn man ein echter und geachteter Geocacher werden will.

Weitere Informationen:

www.geocaching.com

http://www.youtube.com/watch?v=-4VFeYZTTYs
 

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