26.01.2012
Aufgrund des extrem milden Winters sind bereits Ende Dezember die ersten Hasel- und Erlenpollen geflogen. Diese Partikel kennzeichnen in der Regel den Beginn der Pollensaison, gefolgt vom Blütenstaub der Birke, Buche und Esche. Gerade Pollen der Birke, die im Jahr 2012 verstärkt fliegen sollen, seien in diesem Jahr bedeutend früher in der Luft als sonst, warnt Prof. Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst: „Die Saison hat also um einiges früher angefangen als normal.“
Wie lange und vor allem wie schwer Allergiker unter den Pflanzenpartikeln leiden, hängt davon ab, auf welche Pollen sie reagieren. Da die Pflanzen nicht gleichzeitig ihre Bestandteile in die Luft entlassen, sondern jede Pflanze ihre eigene Hauptzeit hat, können Betroffene entweder „nur“ ein paar Monate oder im schlimmsten Fall die ganze Allergiesaison unter Beeinträchtigungen der Gesundheit leiden. „Los geht es, sobald die Pflanzen die ersten Blüten austreiben. Dann fliegt ständig feiner Pollenstaub durch die Luft, oft monatelang - wobei die Belastung zur Hauptblütezeit am schlimmsten ist“, erklärt Uta Rabe vom Ärzteverband Deutscher Allergologen.
Ohne eine entsprechende Therapie könnten die Beschwerden später auch ganzjährig auftreten und die körperliche Belastungsfähigkeit damit dauerhaft einschränken. Bei dem Verdacht einer Allergie empfehlen die Experten daher, zügig einen Allergologen aufzusuchen. Durch Haut- und Bluttests könne dieser eine eventuelle Überempfindlichkeit nachweisen und die Allergie durch Gabe von speziellen Tabletten, Sprays oder einer Hyposensibilisierung eindämmen.
