11.10.2011
Er ist 154 km lang, überwindet 3139 Höhenmeter und verläuft quer über das Rothaargebirge – Der Rothaarsteig. Als einer von nur sieben Routen in Nordrhein-Westfalen ist er vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als „Premium-Wanderweg“ ausgezeichnet worden.
Moderne Wanderer finden im Rothaarsteig ihre perfekte Route: Abwechslung, Sicherheit und Natur pur bietet der facettenreiche Weg, der Brilon im Sauerland über das Wittgensteiner Bergland und das Siegerland mit Dillenburg am Fuße des Westerwaldes verbindet.
Durch die konsequente Ausrichtung an landschaftspsychologischen Gesichtspunkten bietet der Steig einen Mehrwert für jeden naturinteressierten Wanderer. Nicht umsonst wird er gemeinhin als „Weg der Sinne“ bezeichnet. Über eine Vielzahl naturnaher Pfade und Waldwirtschaftswege gelangt man an Wälder, Bergheiden und seltene Quellen. Die vielfältigen Umwelträume sind zudem der Standort für Erlebnisstationen aller Art. Zu den Highlights beim Wandern durch das Gebirge gehören die 40 Meter lange Hängebrücke in der Nähe des Dorfes Kühhude und ein Holzsteg direkt durch die Ruhrquelle bei Winterberg.
Leitmotiv des Wanderwegs sind die Themen Wald und Wasser. Doch auch über eine spezielle Möblierung setzt der Rothaarsteig Akzente. Ein Kreativ-Team entwickelte eine exklusive und durchgehende Design-Linie für Ruhebänke, Waldliegen, Waldsofas, Waldschaukeln, Vesperinseln und Schutzhütten. Diese Idee wurde von den Besuchern so gut aufgenommen, dass die Möbel mittlerweile sogar für den privaten Gebrauch produziert und in großen Stückzahlen verkauft werden.
Familien mit Kindern kommen auf dem Rothaarsteig voll auf ihre Kosten.
Zwölf verschiedene Stationen, markiert in einer eigens aufgelegten Familienwanderkarte, bieten beim Wandern genug Möglichkeiten zum Entdecken und Staunen. So kann man im Gebiet um die vier unter Naturschutz stehenden Porphyrfelsen die einzige Brutstätte des Wanderfalken in ganz NRW betrachten, auf dem Gipfelplateau des Kahlen Astens in Winterberg lädt die weitläufige Heide mit seinen farbenfrohen Heidelbeersträuchern zum Sammeln und Naschen ein. Auf jeder Station begleitet die Kinder „Der kleine Rothaar“, Kobold und Maskottchen des Rothaarsteigs.
Qualität wird bei allen Beteiligten groß geschrieben. Aus diesem Grund wurde die Initiative „Qualitätsbetriebe Rothaarsteig“ ins Leben gerufen. Rote Siegel in Prospekten oder am Hauseingang zertifizieren die geprüfte Infrastruktur von Gepäcktransfer, Shuttle und Lunchpaketservice, Ausrüstungsverleih, individueller Wanderberatung und vielem mehr. Auch hier orientieren sich die Standards an den Wünschen und Bedürfnissen der Besucher.
Bleiben beim Wandern trotzdem einmal Wünsche oder Fragen offen, kann man sich an die Rothaarsteig-Ranger wenden, zu erkennen an ihrem unverwechselbaren Rangerhut. Die geprüften Natur- und Landschaftspfleger wissen nicht nur über den Steig selbst und die Region Bescheid, sondern sind auch für die Organisation von Wald-Erlebnis-Wanderungen zuständig. Zudem kümmern sie sich um die Einhaltung des Waldschutzgesetzes und sorgen für die Begehbarkeit und Instandhaltung aller Einrichtungen.
Der Rothaarsteig ist sowohl für den Beginner als auch für den erfahrenen Wanderer geeignet. Die gesamte Route ist wahlweise in sechs (für den ambitionierten Besucher), acht (klassisch) oder in zwölf Etappen (für das genussvolle Erlebnis) absolvierbar. Aber auch individuelle Tagesetappen sind möglich. Für Fragen steht die zentrale Servicestelle des Rothaarsteigs zur Verfügung.
