19.10.2011
Radfahren ist nicht nur Fortbewegung, sondern auch Trendsport. Allein in Deutschland bewegen sich Millionen mit dem Rad. Biken findet an der frischen Luft statt und schont die Knochen. Europaweit ist der Radsport beliebt und wird auch professionell betrieben: Hochdotierte Rennen werden alljährlich auf High-Tech-Rädern über Tausende Kilometer gefahren. Gehen Sie mit uns auf eine Tour durch die Geschichte des Radsports und erfahren Sie, welche Möglichkeiten Ihnen durch den Radsport für Gesundheit und Vitalität offen stehen.
Es begann alles mit der Draisine, einem zweirädrigen, einspurigen Gefährt, das per Körperkraft betrieben wird. Die Draisine wurde vom Deutschen Karl Drais entwickelt als der Ausbruch eines Vulkans im weit entfernten Java in Deutschland Viehsterben und Hungersnöte verursachte.
Ihr folgten später die Hochräder, die schon mit Fußpedalen angetrieben wurden. Bereits im frühen 20. Jahrhundert wurden die ersten größeren Radtourniere ausgetragen und auch die berühmte Tour de France startete 1903 zum ersten Mal.
Heute ist der Radsport weltweit bekannt und vor allem in Spanien, Frankreich und Italien sehr beliebt. Jüngste Skandale im Zusammenhang mit Dopingfällen einiger Profiradfahrer haben den Sport jedoch in Verruf gebracht.
Schneller, höher, weiter
Mit dem Sport haben sich auch die Sportgeräte weiterentwickelt. Das Angebot ist enorm in die Breite gegangen und deckt heute nahezu jedes Anwendungsgebiet ab, das Hobby-Radler oder professionelle Sportler erkunden wollen.
Neben den Fahrradmodellen zur reinen Fortbewegung, wie dem Reiserad oder dem Hollandrad haben sich für viele Sportarten diverse spezialisierte Fahrradtypen herausgebildet mit einigen kann man Skipisten befahren, mit anderen filigrane Kunststücke vollführen.
Jedoch zunächst zum Klassiker, dem Rennrad. Das klassische Rennrad ist für Straßenrennen konzipiert, wie Tour de France oder Giro d’Italia. Es zeichnet sich durch eine besonders leichte, stabile und aerodynamische Bauweise aus. Echte Wettkampfräder unterliegen strengen Regeln und dürfen zwischen 6 und 11 kg wiegen. Auch Radstand, Lenkerhöhe und Rahmendaten sind reglementiert. Ein professionelles Rennrad kann 10.000€ und mehr kosten.
Ein naher Verwandter des Rennrads, der bei den großen Etappenrennen auch immer mit am Start ist, ist die Zeitfahrmaschine. Ein Rennrad, das auf Leichtigkeit und Windschnittigkeit ausgelegt ist. Viele Räder bestehen aus dem kohlenstoffverstärkten Kunststoff Carbon und haben extra tiefe Lenker für eine entsprechende Haltung des Fahrers. Zur Verbesserung der Aerodynamik haben sich zudem Scheibenräder durchgesetzt.
Neben dem traditionsreichen Radrennsport haben sich moderne Trendsportarten mit dem Rad herausgebildet, für die es ebenfalls spezialisierte Räder gibt. So gibt es Räder um Berge und Skipisten hinunter zu fahren, Hinderniskurse zu überwinden oder damit Kunststücke zu vollführen. Ob Downhill-Fahrrad, Speedbike oder Kunstrad, sie alle haben eigene Bauweisen, Materialien und Fans. So vielseitig die Anwendungsgebiete, so vielschichtig auch die Menschen, die für ihr Hobby in den Sattel steigen.
Geeignet für Profis und Anfänger
Wer kein Profi ist oder sich mit einer der oben genannten Extrem- oder Funsportarten beschäftigt, sondern einfach nur Radsport betreiben will, hat in Deutschland viele Gleichgesinnte. Radfahren gehört hierzulande zu den beliebtesten Sportarten. Ob in der Gruppe als Radteam oder allein, im Wald oder auf gerader Strecke, der Radsport ist deshalb so beliebt, weil er Mann und Frau, sowie alt und jung gleichermaßen liegt. Man entscheidet selbst, wie schnell oder langsam die Gangart ist. Man bewegt sich an der frischen Luft und sieht etwas von der Umgebung. Auch ist die Bewegung gut für Knochen und Glieder. Die Pedalbewegung schont die anfälligen Kniegelenke – Ein wesentlicher Vorteil, etwa gegenüber dem Joggen.
Damit ist das Fahrradfahren sowohl ein Profi- als auch ein Amateursport. Man kann ganz langsam beginnen, schon als Kind. Stetig kann man immer einen Gang hoch schalten und irgendwann Rennen fahren. Wer will, wechselt von der Straße auf den Waldhügel, den Hindernisparkour oder gar die Skipiste. Und ob Leistungssport oder nicht: Auch im Alter kann jeder noch in die Pedale treten – die Geschwindigkeit bestimmt jeder selbst, und wenn man mal nicht mehr kann, lässt man sich eben eine Weile rollen und genießt die Natur. Fahrradfahren verlernt man nie und es macht auch immer Spaß!
