16.04.2012
Man kann sich einen Sportwagen kaufen und damit über Kopfsteinpflaster und Feldwege fahren, man kann einen Beach-Cruiser durch Wald und Wiesen jagen. Beides vermutlich genau ein Mal und nie wieder.
Man kann sich aber auch einfach das Fahrrad aussuchen, das perfekt zum eigenen Lifestyle und den Fahrgewohnheiten passt, um in den vollen Genuss des Fahrradfahrens zu kommen und seine Erwartungen erfüllt zu sehen. Egal ob jung, alt, Einsteiger, Hobbysportler, Gelegenheitsfahrer, naturverbundener Radler oder rein sportlich ambitionierter "Wiederholungsbiker" - für jeden Typ gibt es den passenden Sattel und das passende Rad.
Alles eine Typ-Frage
Die wichtigste Frage lautet: Welcher Typ Fahrradfahrer bin ich?
Möchte ich ein zuverlässiges Bike für meine täglichen Arbeitswege? Fahre ich hauptsächlich durch die Stadt? Muss mein neues Rad auch mal mitgenommen oder platzsparend untergebracht werden? Soll es auffallen?
All dies spricht für den CITY-Typ.
Möchte ich ein leichtes Sportgerät ohne Schnickschnack? Die Straße bezwingen? Möchte ich überwiegend im Gelände fahren, das Adrenalin im Wald oder gar im Gebirge suchen?
Dann bin ich der MTB- oder RENNRAD-Typ.
Möchte ich ein Maximum an Komfort für lange, gemütliche Touren oder Fahrradwanderungen quer durch die Lande? Brauche ich ein verlässliches Bike mit vielen Gängen, dem auch auf nicht-asphaltierten und hügeligen Wegen nicht gleich die Puste ausgeht? Auf dem ich Sack und Pack unterbringen kann?
Hier zeigt sich der TREKKING-Typ.
Diese drei großen Sparten sind der Leitfaden für eine speziellere Suche nach dem Modell.
SeriousBusiness oder Sehen-und-gesehen-werden: Cityfahrräder
Sie stehen für Komfort und Zuverlässigkeit - doch Cityfahrrad ist nicht gleich Cityfahrrad. Während die moderneren Modelle schon leicht sportlich anmuten, ohne dabei ihre Zweckmäßigkeit (und Sicherheit) für die Stadt zu verlieren, finden Freunde des Klassischen sich eher in einem nostalgischen Hollandrad wieder. Diese sind meistens mit einer Rücktrittbremse ausgestattet und laden zu entspannteren Touren mit aufrechter Haltung ein. Es gibt Singlespeed-Modelle und Räder mit mehr Gängen. Beliebt ist die Nabenschaltung mit Drehgriff.
Lässig die Promenade entlang cruisen und Aufmerksamkeit erregen kann man hervorragend mit einem coolen Beach-Cruiser oder Chopper-Bike. Dieser Trend ist recht frisch zu uns herüber geschwappt, erfreut sich aber einer stetig ansteigenden Beliebtheit. Citytaugliche Gangschaltungen sind auch hier immer öfter zu finden.
Wenn es mal etwas weniger Platz sein darf, kommt ein praktisches Faltfahrrad (Klapprad) in Frage. Aufklappen und losfahren - das perfekte Zweirad zwischen U-Bahn und Büro, ein echter Allrounder mit der wichtigsten Grundausstattung und dem Maximum an Möglichkeiten.
Auf Abwegen: Mountainbikes und Rennräder
Schnörkellose Geradlinigkeit, minimaler Straßenkontakt - Eigenschaften, die nur ein Rennrad mit sich bringt. Hier zählen die Kilometer, die Geschwindigkeit, der Sport. Die Rahmen sind meistens aus leichtem Aluminium, in höheren Preisklassen auch aus Carbon. Beleuchtung oder andere Sicherheitsmerkmale wird man hier von Haus aus allerdings vergeblich suchen.
Carbon und Titan, sowie natürlich Aluminium und kostengünstiger Stahl finden sich auch am Mountainbike, kurz "MTB". Diesen Fahrrädern stehen alle Wege offen, sie sind gemacht für unebene Geländefahrten und Touren durch Wälder und Wiesen. Breite Reifen und verschiedene, idealerweise einstellbare, Federungs-Systeme fangen Stöße bestmöglich ab - wobei nicht jeder ein vollgefedertes Downhill-Bike braucht und ein Downhill-Fahrer mit einem Hardtail nichts anfangen kann. Hier kommt es noch einmal stark auf den speziellen Einsatzbereich an.
Für alle, die sich nicht festlegen möchten und gleichermaßen gerne Straßen und Waldwege kombinieren, bietet sich ein sogenanntes Crossbike an. Der sportliche Rahmen ist meistens mit einem geraden Lenker und Federgabel kombiniert sowie mit etwas breiteren Reifen ausgestattet als ein Rennrad, so dass einem nichts im Wege steht, sollte man mal "auf Abwege" geraten.
Komfortable Langstrecken: Trekkingfahrräder
Trekkingbikes sind irgendwo zwischen Cityfahrrädern und Mountainbikes angesiedelt. Sie sehen auf den ersten Blick zwar aus wie ein Citybike, sind auch vollausgestattet mit allen "City-Komponenten" wie Beleuchtung, Schutzbleche etc., haben dem ambitionierten Langstreckenfahrer aber einiges mehr zu bieten:
Sinnvolle Federungen, mehr Gänge für mehr Flexibilität und meistens etwas breitere Reifen sowie ein Multipositionslenker schonen die Gelenke und machen gemütliche Touren so komfortabel wie es nur geht. Wer regelmäßig längere Strecken zurücklegt, ist mit einem Trekkingrad am besten beraten.
Für die Kleinen (oder die Großen): Kinderfahrräder
Auch für Kinder gibt es mittlerweile eine Vielzahl an verschiedenen Fahrradmodellen - ob es da lieber ein traditionelles Fahrrad oder ein cooles Bike in Mountainbike-Optik sein soll, darf der persönliche Geschmack entscheiden. Wichtig ist, dass die Kinderfahrräder wirklich kindgerecht und rundum nach StVZO ausgestattet sind.
Ein neuer Trend für den Schulweg ist auch das BMX Rad. Schon ab 135 cm Körpergröße geeignet, fahren auch einige Erwachsene noch diese Bikes. Für Kids sind sie mit ihrem coolen Look aber ein echter Hingucker.
Auf die Größe kommt es an: Rahmengrößen
Wenn der Fahrrad-Typ ermittelt ist, die Kategorie ausgewählt und das Wunschmodell gefunden, gilt es nur noch, die richtige Rahmengröße herauszufinden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Wege, Rahmen, Schrittlänge und Körpergröße auf einen Nenner zu bringen.
Wir freuen uns, Sie eingehend zu beraten - vom Typ bis zur Rahmenhöhe. Besuchen Sie uns in unserem Fahrrad Online Shop auf www.ks-cycling.com!
