19.05.2012

Maik Wollherr

Zeitig Laufen – Besiegen Sie den Zeitdruck!

Maik Wollherr

Zeitig Laufen – Besiegen Sie den Zeitdruck!

07.02.2012

Unermüdlich rennen wir jeden Tag gegen einen unbezwingbaren Gegner an: Die Zeit. Und als eine Erinnerung daran, dass wir in diesem Wettkampf zwischen Hase und Igel letztendlich immer der erste Verlierer sein werden, tragen wir sie auch noch als Handschelle mit uns herum: Die Zeit.

Gegen sie sind wir machtlos, solange wir uns ihr Tempo aufzwingen lassen und nicht wissen, wie wir das monotone Ticken der Zeiger für uns ausschöpfen können. Unsere Tage beginnen mit dem Wecker auf dem Nachttisch und enden mit dem Sleeptimer am Fernseher.

Noch 45 Minuten.

Und schon wieder läuft der Countdown im Eilschritt gegen uns. So bleibt uns zwischen all den Terminen im Alltag nur der Blick auf das Ziffernblatt, auf dem uns das weiße Häschen - hektisch auf und ab laufend - das sich nie abschütteln lassende Gefühl vermittelt, schon wieder viel zu spät, zu spät, zu spät zu sein.

Niemand von uns hat Zeit. Und wenn doch, dann niemals für sich selbst. Zeit muss man sich nehmen, denn früher oder später nimmt  sie sich unser Körper ganz von alleine. Wie viel Zeit sind Sie sich wert? Eine halbe Stunde? Oder doch nur eine handvoll Minuten? Was würden Sie aus Ihrem gestressten Alltag streichen, um dafür mehr Zeit für sich zu haben? Und was genau würden Sie dann damit anfangen?

Zeitig Laufen – Besiegen Sie den Zeitdruck!

Kratzen wir die Minuten zusammen, die wir unnötigerweise in Warteschleifen, an Ampeln oder an Bahnsteigen verbringen, könnte jeder von uns in Zeit baden. Beginnen wir also im kleinen Rahmen, unser kostbarstes Gut nicht wahllos zu verschwenden, sondern in jeder Minute, die wir für uns haben, eine große Ressource zu erkennen. Aus Zeitnot heraus habe ich vor vielen Jahren damit begonnen, die Morgenstunden für mich zu entdecken. Angefangen hat es mit einem 20-minütigen Spaziergang durch die menschenleeren und verschlafenen Straßen Ostercappelns. Und noch immer folge ich heute dem Weckruf weit vor dem Sonnenaufgang, um auf Berlins Straßen meine erste große Trainingsschleife des Tages zu drehen.

Vom Spaziergang zum Halbmarathon. Und das alles bereits vor dem Frühstück. Trotzen Sie der Kälte und der morgendlichen Dunkelheit, schicken Sie Ihren Schweinehund humpelnd in sein Körbchen zurück und kosten Sie von einer Luft, die so noch nie jemand vor Ihnen genießen durfte.

Wie singt es Cat Stevens doch gleich so schön? Morning has broken.

 

Ein Gastartikel von Maik Wollherr

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